Aktives Personalmarketing – Active Sourcing

Dass Personalmanagement mittlerweile immer öfter als Personalmarketing bezeichnet wird, kommt nicht von ungefähr. Im Einzugsbereich jedes Unternehmens ist die Dichte an potentiell verfügbaren Fachkräften inzwischen soweit abgesunken, dass Neukunden heute oft schon leichter und schneller gewonnen werden können als neues Personal.

DVZ berichtete bereits Anfang 2018, dass etwa in 63 Prozent der Logistik Unternehmen proaktive Recruitingstrategien für wichtig angesehen würden. Dennoch verfolgen heute immer noch etwa 90 Prozent der Unternehmen in der Logistikbranche alte Post & Pray Strategien zur Personalgewinnung. Es wird ein Stellenangebot veröffentlicht und dann hofft man auf Bewerbungen.

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©Andrey Kuzmin – stock.adobe.com

Alles in Allem herrscht große Unsicherheit.

Wie aus nebenstehendem Verhaltensschema potentieller Bewerber zu erkennen ist, kann jedoch mit den herkömmlichen Strategien nur maximal 20 Prozent des Arbeitsmarktes erreicht werden. Und diese 20 Prozent werden dann von knapp 90 Prozent der Arbeitgeber umkämpft.

Mit aktiver Herangehensweise erreichen Sie dagegen von vorneherein deutlich mehr. Doch es herrscht große Unsicherheit über den richtigen Weg. Wenn unmotivierte Mitarbeiter gehen, ist keiner besonders traurig. Die leisten ohnehin nicht viel. Abwerbung motivierter Mitarbeiter dagegen soll vermieden werden, weil man selbst auch nicht will, dass einem das gute Personal abgeworben wird.

Doch von den motivierten Mitarbeitern wollen ohnehin nur diejenigen den Job wechseln,  die einen triftige Gründe dafür haben.

Vor allem macht es die Vielfalt der Marktsegmente in der Logistik nicht unbedingt einfacher.

Genauer gesagt:  Den einen, richtigen Weg gibt es in der Logistik-Branche nicht. Fahrer in der regionalen Abfall-Logistik müssen zum Beispiel bei aktiver Ansprache anders gewonnen werden, wie Fahrer im nationalen oder internationalen FTL und LTL oder auch im nationalen FCL Segment.

Für Disponenten, kaufmännische- und Vertriebs-Mitarbeiter braucht man wieder ganz andere Strategien und auch Fachlageristen bzw. Fachkräfte für Lagerlogistik müssen gesondert berücksichtigt werden.

Dann werden oft noch KfZ-Mechatroniker, Bürokaufleute und einige andere Berufe benötigt.

Eine pragmatische Vorgehensweise unterteilt die Ansätze nach Dringlichkeit:

  • Was kann ich tun, um aktuell vakante Stellen möglichst schnell zu besetzen?
  • Wann muss ich voraussichtlich mit den nächsten freiwerdenden Stellen rechnen?
  • Was kann ich vorausschauend tun, um jetzt schon für künftig freiwerdende Stellen gewappnet zu sein ?

Aktives Personalmarketing stellt vor allem am Anfang relativ hohe zeitliche Anforderungen. Doch von der Kostenseite zahlt es sich aus und es gibt leider keine Alternativen dazu. Also müssen durch Digitalisierung die notwendigen Freiräume dafür geschaffen werden und das möglichst zeitgleich mit der Deckung des aktuellen Personalbedarfs.

Auf Active-Sourcing sind in der Logistikbranche die allerwenigsten Recruiter vorbereitet. Die Führungskräfte kleinerer Betriebe, also meistens die Unternehmer selbst, schon gar nicht. Auch Personalvermittler, die sich auf die spezifischen Anforderungen der Logistik-Branche wirklich eingestellt haben, gibt es kaum.

Doch Lösungsansätze greifen ineinander.

Die Hauptprobleme – und Lösungsansätze dazu

Es fehlen zeitliche Freiräume die können durch Digitalisierung geschaffen werden
fehlendes Knowhow:
Active-Sourcing Active Sourcing ist kein Hexenwerk, dafür gibt es Kurse und Tools
Social Media Recruiting outsourcen, schrittweise angehen
Employer Branding outsourcen, schrittweise angehen
Recruiting von Berufserfahrenen Social Media Recruiting, Digitalisierung, flexible Arbeitsplatz-Konzepte
Candidate Experience 91% der Kandidaten teilen Ihre Erfahrungen im Bewerbungsprozess über Social Media
deshalb muss für positive Erlebnisse gesorgt werden. >> Automatisierung
Unsicherheit über finanzielle Erfordernisse
  • Mit neuen Nutzungsmodellen kann zeitgemäße IT Hardware und Software gemietet werden, ohne dass Kapital gebunden oder finanziert werden muss.
  • Migration der IT-Serverstruktur in die Cloud erforder weniger IT Fachkräfte, senkt Kosten und ermöglicht flexible Arbeitsplatzkonzepte
  • Aufwand für Implementierungen kann über Einsparungen aus der Digitalisierung finanziert werden
  • Förderprogramm:  https://digitalbonus.bayern

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