Telefonakquise im B2B Vertrieb von KMU

und das Automatisierungspotential dahinter….

Telefonakquise ist in den meisten Unternehmen, die sich um ihren Vertrieb selbst kümmern, Gang und Gäbe. Wobei der erste Telefonkontakt in der Regel ein kalter Anruf ist. Schließlich müssen wir uns ja erst einmal orientieren, wer denn wie, wann, mit wem und warum….

telefonierende Verkäuferin
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Betrachten wir uns doch mal die entsprechenden Teilprozesse und recherchieren dabei nach hilfreichem und sinnvollem Automatisierungs-Potential:

1. Adressen beschaffen

Damit wir telefonieren können, brauchen wir zuerst einmal Adressen und Telefonnummern. Das ist unser Rohmaterial.

Da Firmenadressen nicht unter die Datenschutzbestimmungen fallen, können wir diese entweder kaufen oder auch selbst recherchieren.

gekaufte Adressen

Firmen-Adressen können wir zum Beispiel bei den IHK’s kaufen. IHK-Firmendatenbanken, wie https://firmen-in-bayern.de verlangen je Firmen-Adresse, abhängig von der Abnahmemenge zwischen 0,05 und 0,30 €uro.

Diese Adressen liefern jedoch keine Bonitätshinweise.

Wenn wir zur Absicherung unserer Forderungen andere zur Absicherung geeignete Strategien verfolgen, brauchen wir diese auch nicht.

Wollen wir hier jedoch mehr Sicherheitsaspekte berücksichtigen, dann müssen wir auf entsprechende private Dienstleister zurückgreifen. Hier sollte man ruhig Vergleichsangebote einholen.

Je nach Qualität und Abnahmemenge zahlt man hier dann etwa zwischen 0,50 € und 1,50 € pro Adresse.

Adresskartei
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Adressen recherchieren

Eine einfache und klassische Alternative führt hier über eines der zahlreichen Branchen-Telefonverzeichnisse, die zum Teil schon für zwischen 10 und 20 Euro erhältlich sind. Je nach Komfort der Suchfunktionen.

Da wir die Adressen sowieso noch qualifizieren müssen, kann diese Vorgehensweise in vielen Fällen ausreichend sein. Insbesondere, wenn wir unsere genaue Zielgruppe im Branchenverzeichnis finden.

Je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe können hierzu auch Socialmedia Portale wie LinkedIn oder Xing sehr hilfreich sein. Im Grunde ist zwar jedes Unternehmen irgendwo im Socialmedia Bereich anzutreffen.
Ein gutes CRM sucht automatisiert die entsprechenden Seiten in LinkedIn und Xing, sobald wir die Firmenadresse im CRM erfasst haben und aufrufen. Die Links dazu können wir im CRM erfassen.

Nur wenn das Unternehmen dort kein Profil hat, dann könnten wir die Recherchen diesbezüglich auch bleiben lassen, weil sie sonst zu aufwendig und ineffizient werden.

Da ist dann der Griff zum Telefonhörer von vorneherein der effizientere Weg.

Adressrecherche in Xing und LinkedIn

In Socialmedia Portalen wie Xing und LinkedIn recherchieren wir in erster Linie die Ansprechpartner unserer Firmenadressen.

Da es sich dabei um personenbezogene Daten handelt, die grundsätzlich durch die DSGVO geschützt sind, gehe ich auf diesen Aspekt in einem gesonderten Beitrag ein.

2. Adressen sammeln und pflegen

Mit der Firmenanschrift und der zentralen Telefonnummer alleine, können wir kein Geschäft machen.

Wir brauchen noch Ansprechpartner und deren Kontaktdaten.

Adressen sammeln
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Da es sich dabei jedoch um personenbezogene Daten handelt, die unter die Bestimmungen der DSGVO fallen, erfordert dieser Aspekt eine gesonderte Betrachtung.

Da die Bestimmungen der DSGVO teilweise sogar strafbewährt sind und bei Verstößen zumindest horrende Bußgelder drohen, kommen wir nicht umhin, entsprechende Vorbereitungen zu treffen.

Grundsätzlich haben wir als Unternehmen das mit dem anderen Unternehmen einen Geschäftskontakt anbahnen will, zwar ein berechtigtes Interesse, auch Kontaktdaten von Ansprechpartnern zu erheben und zu speichern.

Dem steht aber immer noch das persönliche Recht der jeweiligen Person gegenüber.

So sind wir gezwungen, sobald wir einen Namen und eine Durchwahl notieren wollen, dafür auch das Einverständnis dieser Person einzuholen.

Hier sind wir als diejenigen, die aktiv Kontakt aufnehmen wollen, in der Dokumentations- und Beweispflicht.

Darum ist ein zentrales CRM-System im Unternehmen für die Erhebung und Speicherung solch sensibler Daten im Grunde unabdingbar. Weitere Vorteile, die ein gutes CRM bietet, habe ich bereits im letzten Abschnitt angedeutet.

Genauso wichtig ist ein System zur Marketing Automatisierung mit dem wir unter anderem auch unsere Dokumentations-, Auskunfts- und Nachweis-Pflichten automatisiert DSGVO-konform erfüllen können.

Auf diese beiden Systeme gehe ich zusätzlich noch in separaten Beitrag ein.

Jetzt haben wir Adressen beschafft und gesammelt. Nun müssen wir diese noch qualifizieren. Wir wollen nun herausfinden, wer in dem jeweiligen Unternehmen der richtige Ansprechpartner für unsere Akquisitionsbemühungen ist.

Also, wer ist oder wer sind die Entscheider für unser Produkt- oder Dienstleistungsangebot?

3. Adressen qualifizieren

Hierzu können wir Informationen entweder auf der Firmenhomepage des Unternehmens bzw. auf Xing oder LinkedIn finden.

Leads qualifizieren
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Werden wir dort nicht fündig, bleibt nichts anderes als der Griff zum Telefonhörer.

Bei Angeboten, bei denen von einem eindeutigen Bedarf ausgegangen werden kann, könnte diesen Part durchaus auch eine Vertriebsassistenz oder ein externes Callcenter übernehmen.

Bei erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen hingegen, wäre zu überlegen, ob es nicht von vorneherein geschickter wäre, wenn das der Chef selbst bzw. ein geschulter Verkäufer erledigt.

Mit Automatisierungslösungen wie Marketing Automation und CRM hingegen, wäre eine Qualifizierung durch Erfüllungsgehilfen völlig ausreichend.

Bei diesem ersten Kontakt zu jenem Unternehmen könnte auch bereits eine Potentialanalyse durchgeführt werden.

4. Nurturing

Nun haben wir Adressen und Ansprechpartner. Jetzt beginnt das Nurturing. So wird der Prozess genannt, mit dem bei einem qualifizierten Kontakt schrittweise zuerst das Interesse an unserem Produkt oder unserer Dienstleistung geweckt und vertieft wird.

Der leitet schließlich mit einer Bedarfsanalyse in den Verkaufsprozess über und führt schließlich zum Abschluss führt.

Alle Schritte, die wir hier bisher manuell eingeleitet und durchgeführt haben, können wir ebenso auch automatisiert ausliefern. Zum Beispiel, indem wir sie per Email auf Beiträge, Grafiken, Videos usw. leiten, die wir auf unserer Webseite hinterlegt haben.

Unsere Ansprechpartner recherchieren ja übers Internet ohnehin unsere Informationen manuell selbst nach.

Wenn sie dort bestätigt finden, was wir Ihnen mitteilen, wächst ihr Vertrauen zu uns.

Nurturing Pflanze
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Der klassische Einstieg ins Nurturing wäre zum Beispiel, bei unserem ersten Kontakt ein „Eyecatcher-Mailing“ anzukündigen, mit dem nähere Informationen zum Unternehmen des Anrufers sowie über die Angebotspalette übermittelt werden.

Im Internet-Zeitalter dürfen wir jedoch davon ausgehen, dass der Angerufene nach uns bzw. unserem Unternehmen und unserem Angebot googeln möchte, sobald er irgendwie Zeit dazu findet.

Also könnten wir doch genauso gut eine E-Mail mit entsprechenden Links zur Homepage unseres Unternehmens und zu den Unterseiten anbieten, auf denen wir die beim Anruf besprochenen Informationen hinterlegt haben.

Dazu brauchen wir natürlich noch seine Emailadresse.

Eine geschickte Alternative wäre es zum Beispiel zu einer Unterseite unserer Homepage zu leiten, wo wir ein Video hinterlegt haben, in dem wir begrüßen und dann interaktiv durch die Informationen auf der Webseite leiten. Das kann auch schrittweise mit einer Serie aus drei oder vier Videos geschehen. Email und Webseite tracken wir.

Der automatisierte Nurturingprozess

Ein automatisierter Nurturingprozess bietet den Vorteil, dass wir alle wiederkehrenden Kommunikationsprozesse, wie Erklärungen, Präsentationen, Erläuterungen usw. automatisiert ausliefern können.

Jeder, der sich schon mit Verkaufsstrategien befasst hat, kennt Strategien, in der im Grunde keine Abschlussfrage mehr gestellt wird. Vielmehr ist der Abschluss eine logische Folge aller vorausgehenden Informationen sofern der Kunde diese anhand von Kontrollfragen bestätigt hat.

Da wir unsere Emails und Webseiten tracken, können wir Kontrollfragen an unsere Gesprächspartner auch im Internet über eine Aufforderung zu einer Interaktion stellen.

Dadurch werden viele persönliche Termine, Anfahrtszeiten, Reisespesen usw.  überflüssig.

Egal wer uns als Gesprächspartner im Verkaufsgespräch gegenübersitzt, die Meisten Menschen sind heutzutage daran gewöhnt, private Einkäufe über Amazon & Co zu tätigen und sich im Internet selbst zu informieren.

Wenn wir uns diese Tatsache zu Nutze machen,  können wir auch bereits im Vorfeld mehr Einfluss auf eine Kaufentscheidung nehmen.

Die Entscheider unserer Leads werden mit einer automatisierten Kommunikations-Kampagne über mehrere Kommunikationskanäle durch einen interaktiven Nurturing-Funnel geleitet.

Kommunikation
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Je nach Einstiegspunkt ist das eine Kombination, optional aus intelligenten Chatbots, Email, SMS Nachrichten, Blogbeiträgen, Interaktiven Formularen, Whitepaper usw…

Auch Videobeiträge unterschiedlichster Formate gehören dazu. Dazu zählen Moderationen von Ihnen bzw. Ihren Verkäufern genauso, wie vom Bildschirm abgefilmte PowerPoint Präsentationen. Diesen Part könnten auch Schauspieler übernehmen. Doch erwiesener Maßen ist es mit Abstand am wirkungsvollsten, wenn der Chef selbst moderiert.

Wenn Sie jetzt denken, das kann ich nicht – kann ich mir nicht vorstellen. Dann darf ich Ihnen verraten, da gibt es einfache Techniken, mit denen Sie selbst schlimmstes Lampenfieber binnen Minuten wirkungsvoll überwinden können. 

Aber auch Mischungen aus beiden. Ebenso Videos, in denen Sie oder ein Verkäufer Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung wie im Verkaufsgespräch präsentieren.

Nehmen Sie zum Beispiel die kompletten Abschnitte Ihres Verkaufsgesprächs im Video auf, als würden Sie es mit dem Kunden führen.

Bei einer Moderation spricht der Protagonist direkt in die Kamera. Also direkt zum Kunden. Ihr potentieller Kunde empfindet diese Moderation genauso als würden Sie ihm persönlich gegenübersitzen. Weil ER nimmt sich selbst wahr, während er gleichzeitig quasi, gleich einer Sinnestäuschung, Ihnen in Ihrer Aktion gegenübersitzt.

Für Sie als Moderator hingegen, ist das nur im Verstand nachvollziehbar, weil sie selbst, nehmen ja nur sich und die Kamera wahr.

Video Film Protagonist
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Die Personenaufnahmen brauchen dabei keine hollywoodreifen Produktionen zu sein. Formate, die Sie oder Ihre Mitarbeiter mit einfachen Mitteln auch selbst semiprofessionell produzieren können, erzielen da schon gewaltige Wirkungen.

Die Kameras der meisten Smartphones in Verbindung mit einem Stativ bzw. Gimbal sind da völlig hinreichend.

Das wichtigste dabei ist, dass die Protagonisten authentisch rüberkommen, und da wirkt das eine oder andere Versprechen, Stottern oder Zittern in der Stimme glaubwürdiger als der perfekteste Monolog.

Nur auf die Tonqualität muss besonderes Augenmerk gelegt werden. Also, vor allem Hallen oder zu leise Stimmen, wirken ätzend. Aber professionelle Mikrofone für Smartphone und Co. sind mittlerweile ebenfalls leicht erschwinglich geworden.

Der besondere Vorteil von Videos ist, Sie erklären etwas ein einziges Mal vor der Kamera. Dann können Sie das Video hunderten Personen zur selben Zeit vorführen.

Das ist als ob Sie sich selbst bzw. Ihre Vertriebsmitarbeiter klonen würden.

Und ein Video hinterlässt beim Betrachter nachgewiesener Maßen die gleiche Wirkung, wie ein persönliches Gespräch.

Mittlerweile gibt es auch interaktive Videoformate.

Vielleicht denken Sie ja jetzt auch: „Du Spinner“ und würden mir am liebsten entgegenhalten:  „Wer soll denn das alles umsetzen und wann?“

Doch wenn Sie die Automatisierung Ihres Vertriebs umsetzen, dann werden Sie ja nicht mit den aufwendigen Dingen starten. Beginnen wir doch mit einfachen Ansätzen, wo mit wenig Aufwand und geringsten Mitteln schon hohe Wirkung erzielt und viel Zeit eingespart wird. Dadurch entstehen für Sie und Ihre Leute Freiräume.

Wenn Sie und Ihre Leute plötzlich den Kopf freibekommen von vielen wiederkehrenden Routineaufgaben, dann werden Sie mal sehen, wie Kreativ Ihr Team auf einmal wird und mit welchem Enthusiasmus die Leute bei der Sache sind. Die müssen nur von Anfang an mit einbezogen sein.

Steuerberater 2In unserer Mastermind-Gruppe ist ein Steuerberater, der seine Kanzlei automatisiert hat. Der konnte Umsatz und Betriebsergebnis mit Hilfe des durch die Automatisierung freigesetzten kreativen Potentials in seinem Personal binnen kurzer Zeit verdoppeln. Der schickt seine Gehilfinnen und Buchhalterinnen nach 30 Wochenstunden bei vollem Gehalt nach Hause. Und wenn wieder eine neue Projektidee ansteht, sind die mit vollem Enthusiasmus dabei.

So gut wie jeder Mensch bevorzugt kreative Aufgaben, in denen er sich spielerisch ausleben kann, gegenüber stupider Routine. Und Teams, die bisher nebeneinander her gewurstelt haben, wachsen plötzlich zusammen.

Automatisierte Nurturingprozesse mit interaktiven Elementen erzielen eine starke Bindung bei den Betrachtern, weil diese aktiv in den Informationsprozess mit einbezogen werden.

Auch ein persönliches Telefongespräch oder eine Live-Videoremote-Sitzung könnte in den automatisierten Nurturingprozess integriert werden. Das ist Kommunikation in allen Schattierungen.

Wenn sie Ihre Ansprechpartner interaktiv in den Informationsprozess einbezogen haben, sind die Meisten auch dazu bereit, sich dafür aktiv selbst einen Telefontermin z.B. in Ihrer automatisierten Online Terminverwaltung dafür zu buchen und Sie brauchen auch nicht mehr Telefon Ping Pong spielen, weil Einer den Anderen so schwer erreicht.

Durch die Interaktionen wird bei Ihren Interessenten nämlich die Überzeugung hervorgerufen und gestärkt, sie bedienten sich die ganze Zeit selbst nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen.

Auch ein Webinar, zu dem Sie Ihre Interessenten einladen, könnte im Nurturing förderlich sein.

Welche Mittel für Sie bzw. in Ihrem Unternehmen am sinnvollsten sind, hängt sicher auch von Ihrem individuellen Geschäftsmodell ab.

Automatisiertes Nurturing – intelligent

Nur mit einem intelligenten System macht im B2B automatisiertes Nurturing überhaupt Sinn. Warum?

Angenommen Ihr gesamter Nurturing-Prozess besteht jetzt aus 4 oder 5 Emails, die aufeinander folgen. Die Emails bauen zusammen eine chronologische Informationsreihe mit Interaktionen auf. Das zweite Email macht jedoch erst dann Sinn wenn er das erste gelesen hat und der Interaktion gefolgt ist. Unser intelligentes System trackt das und solange er die erste Email nicht gelesen hat und auch der Interaktion nicht gefolgt ist, bekommt er die zweite Email gar nicht. In unserem System können wir eine Erinnerungsmail mit einer zwischen Interaktion hinterlegen, die den Interessenten nach einer definierten Zeit sanft daran erinnert, doch die erste Email zu lesen und die Interaktion zu durchschreiten.

Hat Ihr Interessent nach einer weiteren definierten Zeitspanne die Email immer noch nicht gelesen oder ist der Interaktion nicht gefolgt, erhalten Sie eine automatisierte Benachrichtigung vom System, doch mal telefonisch nachzufassen.

Damit ist gewährleistet, dass Interessenten nicht mit Emails zugespamt werden, die sie gar nicht lesen. Gleichzeitig wird er in dem Eindruck bewahrt, die Emails wären tatsächlich manuell von Ihnen erstellt und individuell an ihn versandt worden.

Termin
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5. Terminvereinbarung

Kennen Sie Telefon-Ping-Pong?  Sie wollen mit Ihrem Interessenten telefonieren. Der ist nicht erreichbar. Dann ruft er zurück, jetzt sind Sie nicht erreichbar. Oder Sie wollen einen Termin vereinbaren, nennen vielleicht nach alter Verkäufer-Manier zwei Zeitfenster. Dann passen beide nicht. Sie nennen zwei weitere Zeitfenster auch die passen nicht. Jetzt wollen Sie ja nicht als beschäftigungslos dastehen und vertagen das Gespräch auf einen anderen Zeitpunkt. Da geht das Spiel von vorne los.

Gut, vielleicht haben Sie eine Assistenz, die sich darum kümmert. Aber auch die haben wichtige Aufgaben und manchmal nicht die Zeit, Telefon-Ping-Pong zu spielen.

Wäre es nicht elegant, Sie senden per Email einen Link zu Ihrem Online Terminmanagement an Ihren Interessenten und der wählt sich aus Ihren angezeigten Zeitfenstern, dasjenige, welches am besten zu seinem Terminplan passt. Anschließend wird automatisiert eine Terminvorbereitungskampagne gestartet, mit der Ihr Gesprächspartner mit einer oder mehreren zusätzlichen vorgangsrelevanten Informationen sanft und unaufdringlich an den Termin erinnert wird. Gleichzeitig werden Sie bzw. Ihr entsprechender Vertriebsmitarbeiter automatisiert daran erinnert, welche Unterlagen zum Termin parat sein sollten und welche Fragen noch zu klären sind. Vielleicht auch noch mit einer für die Anreise relevanten Zusatzinformation.

6. Der erste Termin – persönliches Gespräch beim Kunden

Im klassischen Vertrieb war dieser erste Termin bereits beim ersten Telefonkontakt als Ziel anvisiert worden. Und lange Zeit wurde das auch überall so praktiziert.

Doch heute klagen viele Unternehmer und Verkäufer darüber, dass wie üblich vereinbarte Termine immer öfter abgesagt würden. Manchmal auch so kurzfristig, dass die Zeitfenster nicht mehr mit anderen Terminen aufgefüllt werden können.

Da käme es durchaus vor, dass Termine unangekündigt ausfallen, weil dem Gesprächspartner wohl „überraschend kurzfristig“ etwas dazwischen gekommen sei. Situationen, die es früher wirklich nur ganz ganz selten gab. Oder man stellt im Termin fest, dass man sich die Zeit sparen hätte können, weil der Interessent eh nur ein Alibi-Angebot einholen wollte oder nicht alleine entscheiden kann oder will.

Viele, die im Außendienst unterwegs sind, müssen sich zunehmend mit ergebnislosen Schneiderfahrten abfinden. Und das kann insbesondere in Ballungsräumen und Großstädten mitunter bitter viel Zeit kosten, in der die Akteure kaum etwas anderes tun können als autofahren. Auch Fahrtkosten und Reisespesen können nicht unbedingt mit Sonderangeboten abgedeckt werden.

Videokonferenz
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In interaktiven, digitalen Nurturingprozessen hingegen, sitzen Sie immer wieder virtuell beim Interessenten im Büro ihm gegenüber, ohne dass er Ihnen Kaffee auftischen lassen muss. Nämlich immer, wenn er sich Ihre Videomoderationen ansieht. Manche hat er in zwei oder drei Anläufen gesehen, weil er jedes mal dabei gestört wurde. Wenn Sie dann zwischendurch im Rahmen einer Interaktion mal anrufen, dann gehören Sie sowieso bei ihm schon zum vertrauten Kreis. Ihrem Interessenten sind Sie längst eine wohl vertraute Person, wie ein alter Bekannter, wenn es zum Termin kommt. Obwohl Sie selbst ihn noch nie gesehen haben.

Wenn Sie sich erst einmal auf das Thema eingeschossen haben, dann ist in fünfzehn Minuten eine Szene gedreht und ins Video eingeschnitten, in der Sie Ihren Interessenten auch noch mit Namen ansprechen. Auch hochladen auf ein Videoportal sowie das Einbinden in einen Blogbeitrag verschlingt kaum nennenswert Zeit. Das steigert dann die Wirkung noch einmal um 200 oder 300 Prozent. Das kostet jedenfalls deutlich weniger Zeit und Geld als eine einzige Schneiderfahrt.

Videokonferenz

Auch eine Videokonferenz wäre ein probates Mittel, das Sie in Ihren automatisierten Nurturingprozess mit einbinden können. Insbesondere wenn mehrere Entscheidungsträger in den Verkaufsprozess mit eingebunden werden müssen.

Über Remotekonferenz können Sie heute im Rahmen des Nurturing Prozess alle angebotsrelevanten Angaben von Ihrem Interessenten abfragen und einholen, ohne dass Sie Ihren Fuß vor die Tür setzen müssen. Sie können Ihre Dokumente präsentieren digital übergeben und seine digital einsehen und entgegennehmen.

7. Das Angebot

Dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo Sie Ihr Angebot übermitteln. Denn Zeitraum danach kennen wir alle. Jetzt heißt es Abwarten. Sollen wir nachfassen? Wann sollen wir nachfassen? Fassen wir zu früh nach, kann das nervig wirken. Fassen wir zu spät nach, kann der Auftrag längst beim Mitbewerb gelandet sein.

vertrautes Telefongespräch
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Wenn Sie Ihr Angebot allerdings über Ihr Marketing Automatisierung System versenden, wird Sie dieses System per SMS und Email benachrichtigen. Just, genau zu dem Zeitpunkt, wo Ihr Interessent das Angebot geöffnet hat und sich damit befasst. In SMS und Email ist jeweils seine Telefon-Durchwahl beigefügt. Sie klicken gelassen auf die Telefonnummer und ein paar Sekunden später sagen Sie: „Ja, Herr Müller, schön dass ich Sie gleich auf Anhieb erreiche. Ich musste gerade an Sie denken…… “

Handelt es sich dagegen um einen C-Kunden, der Ihnen weniger wichtig erscheint. Klicken Sie statt anzurufen auf den zweiten Link im SMS oder Email und es wird im System unverzüglich eine automatisierte Nachfass-Kampagne ausgelöst.

8. Die Abschlussverhandlung und der Abschluss

Endlich, der ersehnte Augenblick. Mit Ihrem Interessent sind alle wichtigen Fragen geklärt. Bisher ist es üblich, dass ein Interessent nochmal versucht, den Preis zu drücken. Bei automatisierten und interaktiven Nurturingprozessen, die Dank der vielen digitalen Mittel oft nahtlos in den Verkaufsprozess sowie weiter in den eigentlichen Verkauf übergehen, ist auch dieser Punkt zu diesem Zeitpunkt in den allermeisten Fällen schon geklärt. Hier geht es dann oft wirklich nur noch um die Tinte auf dem Papier und ums obligatorische Händeschütteln.

9. Der automatisierte Nurturingprozess geht weiter

Nach dem Abschluss ist vor dem Abschluss. Der neue Kunde wird automatisiert mit einem Onboardingprozess als Kunde begrüßt. Damit wird gleichzeitig auch die Gefahr aufkommender Kaufreue gebannt. Ansschließend wird er mit weiterführenden Nurturingprozessen auf eventuelle Upgradings, Crosssellings bzw. Folgegeschäft vorbereitet und in seinem Entschluss immer weiter gefestigt.

10. Referenzkampagne und Referenzvideo

Die Nurturingprozesse beinhalten auch laufende Referenzkampagnen mit der bereits im Nurturing- und Verkaufsprozess immer wieder automatisierte Referenzbewertungen abgefragt werden. Der krönende Abschluss wäre jetzt, den Kunden zu einem Statement in einem Referenzinterview oder Referenzvideo zu bewegen. Auch das kann Ihr Marketing Automation System für Sie automatisiert erledigen. Dann brauchen Sie zu gegebener Zeit nur noch mit Ihrem Filmteam anzurücken.

Viel Erfolg!

 

 

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