Die Angst vor Digitalisierung der Arbeitswelt

Digitalisierung hat begonnen, unsere Arbeitswelt massiv zu verändern. Davor hegen noch viele Menschen unbegründete Ängste. Mit welchen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ist zu rechnen. Was ist real und was Mythos.

Ist die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, Angst in einer Welt von Robotern nicht mehr gebraucht und überflüssig oder sogar versklavt zu werden, berechtigt oder unbegründet?

Das ist mit das schwierigste Thema, das es im Zeitalter der Digitalisierung zu behandeln gilt.

In den Betrieben wehren sich manche Menschen vehement gegen die Digitalisierung ihrer Arbeitswelt. Es ist überall das gleiche Spiel:

Zunächst wehren sich die Mitarbeiter, doch wenn sie in die digitale Transformation einbezogen werden, dann erkennen sie, sehr rasch, wie sich Ihre tägliche Arbeit durch Digitalisierung erleichtert. Letztlich sind alle begeistert.

An so gut wie jedem Arbeitsplatz gibt es Aufgaben, die lästig, unbequem und aufwändig, ja manchem auch überflüssig erscheinen. Und doch müssen diese Dinge erledigt werden.
In diesen Bereichen sind klassische Ansatzpunkte für Digitalisierung zu finden.

Wenn die Mitarbeiter in die Transformation mit einbezogen werden, erkennen sie fast immer sehr schnell. Digitalisierung macht nicht die Mitarbeiter überflüssig sondern viele ihrer zeitraubenden und lästigen täglichen Aufgaben.

Was hier in den Betrieben zu beobachten ist, erinnert an eine Metamorphose. Mitarbeiter, die ihre blockierenden Aufgaben an Roboter bzw. Software-Roboter losgeworden sind, merken plötzlich, dass sie jetzt den Kopf frei haben und entwickeln ein schier ungeahntes Maß an Kreativität zugunsten ihrer Arbeitgeber und zugunsten ihrer Kollegen.

Sicher, es gibt durchaus Unternehmen, deren Führungskräfte Fantasien von der Herrschaft über eine Armee von Robotern nachhängen. Sie behandeln untergebene Mitarbeiter schlecht und entwürdigend. Damit pflegen sie eine hohe Fluktuation.

Diese Spezies von Führungskräften kommen meist frisch von der Uni und haben Volontariate in Kaderschmieden so mancher Beratungsfirmen zugebracht. Dort wurden sie mit Gedanken vergiftet, wie Arbeitnehmer seien nur Parasiten und deshalb wie Zecken oder anderes blutsaugende Ungeziefer zu behandeln.

Dabei überschätzen sie maßlos ihre eigenen sozialen Stati sowie ihre realen Kompetenzen und wundern sich dann, wenn das ganze Fiasko früher oder später vor dem Insolvenzrichter endet.

Nein, es gibt immer noch viele Bereiche, in denen der Mensch noch lange nicht durch Robotik ersetzt werden kann. Falls das überhaupt tatsächlich jemals möglich werden sollte.
Maschinen und Automatisierungssysteme sind immer noch dazu da, dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt.

Die Auswirkungen des Demographischen Wandels in unserer Gesellschaft zeigen genannten Kandidaten in diesen Zeiten durchaus Grenzen auf in ihrem rücksichtlosen Umgang mit menschlichen Ressourcen.

Immer mehr mittelständische Unternehmen entdecken dagegen das gewaltige Potential in ihren Ressourcen, das durch Digitalisierung freigesetzt und für die Unternehmensziele gebündelt werden kann. Solche werden auch aus der Digitalisierung den größten Nutzen ziehen.

Aus meiner beruflichen Praxis kenne ich einige Unternehmen, die durch Auswirkungen der Digitalisierung die Anzahl ihrer Mitarbeiter in kürzester Zeit verdoppeln oder gar verdreifachen mussten. Und diese konnten dabei die Zufriedenheit ihrer Belegschaft massiv steigern und eine beachtliche emotionale Bindung der Mitarbeiter an ihre Unternehmen erreichen.

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